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Fraktionsmitteilung

06. April 2017

  Wegfall der Parkplätze auf dem Janshof schadet der Brühler Innenstadtentwicklung

Parkplatz   Eine ungewöhnliche Großkoalition aus CDU, Grüne, SPD und Bürgermeister Freytag will das Parkplatzangebot in der Innenstadt weiter einschränken, nachdem jüngst schon das sogenannte Parkraumbewirtschaftungskonzept mit Parkgebühren bis zu 2 € je Stunde durchgepeitscht wurde. Jetzt soll es den 52 öffentlichen Parkplätzen auf dem Janshof an den Kragen gehen, sobald der Platz zusammen mit dem Rathausneubau neu gestaltet wird. In den Vorgaben des Rates zum Architektenwettbewerb ist der Wegfall der Stellplätze kategorisch vorgeschrieben.

  Die FDP Fraktion fand trotz des zusätzlich artikulierten Protests der Einzelhändler an der Uhlstraße kein Gehör mit ihrer Forderung für den Erhalt der Parkplätze. Fraktionsvorsitzender Jochem Pitz kritisiert: „Wenn als Argument für die Streichung des Parkplatzes immer wieder der hohe Parksuchverkehr auf dem Janshof angeführt wird, beweist dies doch, dass es sich für die Besucher der Stadt um einen der attraktivsten Parkplätze in der Stadt handelt. Der Einzelhandel, der auf die Kunden aus Erftstadt, Weilerswist, Bornheim und Wesseling angewiesen ist, muss dann erneut die Folgen des Wegfalls verkraften, obwohl der Handel schon mit genügend vielen Problemen zu kämpfen hat.“

  Auch die Politik muss - so die FDP Fraktion - akzeptieren, dass viele PKW Fahrer Vorbehalte gegen Parkhäuser haben. Stattdessen soll der mit dem PKW anreisende Kunde wieder einmal nach dem Willen der Ratsmehrheit erzogen werden, möglichst auf sein Auto zu verzichten. Dass in unmittelbarer Nachbarschaft zu Brühl der Hürth Park mit kostenlosen und ebenerdigen Parkplätzen lockt, wird von der CDU, den Grünen und der SPD beharrlich ignoriert.

  „Städtebaulich“, so Pitz, „überzeugt das Konzept eben so wenig. Mit der Fußgängerzone, dem Markt und dem Franziskanerhof besitzt die Stadt bereits über genügend Flanierraum und großzügige Plätze in unmittelbarer Nähe zum Janshof. Noch mehr Raum für Gastronomie braucht die Stadt genauso wenig wie die von der Politik gewünschte Ruhezone, denn der Platz wird wegen der vorhandenen Randbebauung weiter seinen Hinterhof-Charakter behalten.

  Mit einigen Straßenbäumen und einer ansprechenden Neugestaltung kann die Optik des Parkplatzes auf dem Janshof nach Ansicht der FDP erheblich verbessert werden. Nun sollen aber ca. 2 Millionen aufgewendet werden, um so zusätzliche Fördergelder des Landes zu erhalten, die bei Erhalt der Parkplätze nicht fließen würden. „Aber auch Fördergelder werden aber durch unsere Steuern bezahlt", mahnt FDP Fraktionsvorsitzender Jochem Pitz.

Jochem Pitz
Vorsitzender der FDP Fraktion
im Rat der Stadt Brühl