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Fraktionsmitteilung

11. Mai 2015

  Schlesinger Kunstwerk in der Unterführung Brühl-Mitte

Schlesinger Kunstwerk in der Unterführung Brühl Mitte   Antrag zur Ratssitzung  
Schlesinger Kunstwerk in der Unterführung Brühl-Mitte

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP Fraktion bittet zur nächsten  Ratssitzung den folgenden Antrag zu berücksichtigen:

  1. Der Bürgermeister wird beauftragt, das nun wieder seit Jahren mit Schmierereien beschädigte, sich in der Unterführung Brühl-Mitte befindliche   Schlesinger Kunstwerk „Ankunft und Abschied“ durch helle großflächige Kunststoffplatten, die mit einer Anti-Graffiti- Beschichtung beschichtet sind, zu überdecken.

  2. Zudem wird der Bürgermeister um Prüfung gebeten, wie Schmierereien in der Unterführung künftig unterbunden werden können, z.B nach dem Murnauer Modell durch  für Graffiti-Künstler reservierte eingerahmte Bildflächen.

  Soweit zeitlich möglich, wäre eine Vorberatung des Kultur- und des Verkehrsausschusses sinnvoll.


  Begründung:

  In Ansehung der baldigen Fertigstellung der zum Balthasar-Neumann-Platz führenden Rampe muss erneut der Zustand der Unterführung verbessert werden.

  Das Schlesinger Kunstwerk ist seit Jahren beschmiert und nur noch in den Konturen erkennbar. 2002 und 2009 wurden Sanierungen  durchgeführt, die zuletzt 2011 wieder zerstört wurden.

  Der Verkehrs- und der Kulturausschuss waren sich -aus jeweils guten Gründen- völlig uneins, ob das Bild übermalt werden sollte. 2009 hat der Rat beschlossen, die wiederholte Sanierung des Kunstwerks zu finanzieren und ein Jahr abzuwarten, ob sich die Hoffnung erfülle, dass das Bild dauerhaft unbeschädigt bleibe. Nach dem Vorfall 2011 ist erkennbar nichts mehr geschehen.

  Die FDP Fraktion vertritt die Auffassung, dass auch eine dritte Sanierung die dritte Zerstörung nach sich ziehen wird. Zudem erlaubt die finanzielle Lage der Stadt derzeit keine 3. 4. oder 5. Sanierung des Bildes..

  Statt das Kunstwerk jedoch dauerhaft zu übermalen, sollten hierauf  spezielle Kunststoffplatten, die mit Anti-Graffiti Beschichtungen versehen sind, montiert werden. So bleibt die Möglichkeit. die jetzige Entscheidung langfristig, z.B. im Falle der Einrichtung einer Videoüberwachung,  zu revidieren.

  Um die neue Wand vor Schmierereien zu schützen, könnte vielleicht das im bayrischen Murnau am Staffelsee  entwickelte Konzept helfen. Dort sind vor ca. einem Jahr vor und  in einer Fußgängerunterführung Flächen für Graffitikunst reserviert worden, die gerahmt sind und den Eindruck von Kunstwerken vermitteln.

Jochem Pitz
Vorsitzender der FDP Fraktion
im Rat der Stadt Brühl