Fraktions-Mitteilung

Mitteilung der FDP-Fraktion vom 11.02.2013

„Aus für Hammer und Boss“ - Gutes Signal für die Entwicklung der Brühler Innenstadt

 Der Planungsausschuss der Stadt Brühl hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, im Zuge des Bebauungsplanverfahrens für Brühl Ost die Ansiedlung des Möbelmarkts Boss und des Heimtextilmarktes Hammer nicht mehr weiter zu verfolgen.

 Die Gefahr, dass an der Bergerstraße ein neues Einzelhandelszentrum entsteht, hält die Brühler FDP Fraktion, die sich – allerdings vergeblich – schon gegen die Ansiedlung des Tierfachmarktes gestemmt hatte, nun erst mal für gebannt. „Wir hoffen, dass der Grundstückseigentümer sich jetzt endlich darum bemüht, dort klassische Gewerbebetriebe statt Läden und Fachmärkte anzusiedeln“, meint FDP Fraktionsvorsitzender Jochem Pitz: „Brühl will und braucht kein zweites Handelszentrum. Zudem sollte die Brühler Liste zum Schutz zentrenrelevanter Waren nochmals überarbeitet und verschärft werden, um Interpretationen zulasten des innerstädtischen Handels keinen Raum zu bieten.

 Der Handel in der Innenstadt kann jedoch aus dem einstimmigen Votum des Auschusses Vertrauen schöpfen. Es ist dem Rat ernst mit der politischen Vorgabe, die Innenstadt komme zuerst!“

 „Im Gegensatz zu vielen Nachbarstädten funktioniert die Brühler Innenstadt trotz der zunehmenden Konkurrenz durch den Internethandel. Die Gieslergalerie trägt hierzu ebenso bei wie der Frischemarkt oder die Gastronomie auf dem Brühler Markt. Natürlich machen wir uns", so Pitz, „bei jedem neuen Leerstand neue Sorgen, aber dann findet sich immer wieder neue Mieter mit neuen Geschäftsideen. Die Pläne für den Balthasar Neumann Platz, die Neugestaltung der Uhl- und Pingsdorferstraße und der Carl Schurz Straße sind auf einem guten Weg und viel versprechend.

 Die Sogwirkung des Lidl Markts am Finanzamtes mitsamt Bäckerei, Friseur und Kiosk „in die falsche Richtung, also weg von der Innenstadt“ wurde allerdings, „so die FDP selbstkritisch“ , von der Politik wahrscheinlich unterschätzt, darum sollte der Einzelhandel an der Kölnstraße umso mehr den hunderten Studenten der Europäischen Fachhochschule ein attraktives Angebot bieten. Alle Pläne für eine Neubebauung des Wickegeländes an der Heinrich Esser Straße und Kölnstraße stecken allerdings seit Jahren wegen der Grundstückssituation fest“, konstatiert Pitz: „Wegen der Wichtigkeit des Geländes sollte der Bürgermeister alsbald einen neuen Anlauf nehmen, eine städtebaulich sinnvolle, vielleicht auch kleinere Lösung, zu finden.“

 Brühl könnte noch ein großes und gutes Hotel auf dem Belvedereplatz gut brauchen, auch um als ideale Tagungs- und Kongressstadt noch besser da zu stehen. Die Notwendigkeit, dann eine mehrgeschossige Tiefgarage zu errichten, verteuert das Projekt allerdings enorm, zumal in Schlossnähe nicht hoch gebaut werden darf. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf,“ meint die FDP Fraktion.

 Diese bedankt sich auch bei der WEPAG , die als starke Stimme des Einzelhandels zu dem weisen Beschluss, in Brühl Ost Boss und Hammer zu verhindern, maßgeblich beigetragen hat.