Fraktions-Mitteilung

Mitteilung der FDP-Fraktion vom 23.01.2012

FDP: Ladenschlussgesetz nicht wieder ändern!

Die Pläne der rot grünen Landesregierung, die unter der CDU / FDP Koalition liberalisierten Ladenöffnungszeiten wieder zu reduzieren, stößt bei der Brühler FDP auf Unverständnis.

Die Brühler Geschäfte haben sich nach einigen Jahren Erfahrung auf ihre Kundschaft eingerichtet und neben den Kernöffnungszeiten ihre Nischen gesucht und gefunden. Offenbar ist es selbst in einer Mittelstadt wie Brühl für ihre großen Lebensmittelmärkte attraktiv, bis 22 Uhr und länger die Tore offen zu lassen. Bei den vier verkaufsoffenen Sonntagen wird die Stadt regelmäßig gestürmt, natürlich unterstützt durch die Veranstaltungen und Märkte der WEPAG.

FDP Fraktionsvorsitzender Jochem Pitz: „ In Brühl ist mit Ausnahme der „Giesler Galerie“ kein Händler gezwungen, seinen Laden bis abends spät zu öffnen. Warum sollen die Kunden und die Händler wieder von oben herab bevormundet und gegängelt werden?“

Natürlich sind auch der FDP die zusätzlichen Belastungen für die Beschäftigten des Einzelhandels bekannt, jedoch haben die Geschäfte eine Vielzahl neuer Jobs geschaffen. Auch viele andere Branchen arbeiten im Schichtdienst und gerade die dort Betroffenen sind froh, auch noch spät ihr Abendessen kaufen zu können.

Die FDP sieht sogar noch weitere Gefahren für eine attraktive Innenstadt. Die Internetshops sind 24 Stunden zugänglich und graben dem klassischen Einzelhandel Jahr für Jahr mehr Kundschaft ab. Wenn dann noch die Läden abends wieder geschlossen sind, bleiben die Kunden gleich zu Hause und bestellen mit dem Mouse-Klick.

Pitz: „Die Öffnung der Ladenschlusszeiten wurde in der Bevölkerung allgemein begrüßt. Warum sich die Landesregierung nun berufen fühlt, das Rad wieder zurückzudrehen, kann nur mit alten und überholten Versprechungen zugunsten der Gewerkschaften erklärt werden.“