Fraktions-Mitteilung

Mitteilung der FDP-Fraktion vom 26.08.2010

Ex-Regierungspräsident Lindlar schadet allen!

Bei seiner Verabschiedung äußerte der scheidende Regierungspräsident Lindlar (CDU), seiner persönlichen Meinung nach sei es besser, über eine Verlagerung des Phantasialandes an einen anderen Standort nachzudenken.

„Mit dieser Äußerung hat Herr Lindlar nicht nur das Unternehmen Phantasialand und seine Mitarbeiter in hohem Maße verunsichert, sondern auch den Bemühungen der Stadt Brühl auf Sicherung des Standorts schweren Schaden zugefügt“, kritisiert der Brühler FDP Ortsvorsitzende Jochem Pitz: „ Für einen Politiker der CDU, die sich ständig für ihre wirtschaftsfreundliche Mittelstandspolitik lobt und keinen Anlass ausläßt, familiengeführte Unternehmen als Motor der Wirtschaft zu rühmen, ist dieser Abgang geradezu unglaublich“.

 Natürlich bleibe Lindlar die Antwort auf die Frage schuldig, wie der Freizeitpark mit seinen 1200 Beschäftigten, der über mehr als vierzig Jahre Aufbauarbeit geleistet hat, denn eine solche Investition von über 300 Mill. Euro schultern solle. Öffentliche Subventionen, wie das Land Rheinland Pfalz in ihrem Nürburgring – Desaster gewährt habe, werde Herr Lindlar als Pensionär dem Freizeitpark ja wohl kaum verschaffen können, stellt Pitz empört fest.

 Genauso wenig wird Herr Lindlar den um ihre Arbeitsplätze bangenden Beschäftigten des Freizeitparks trösten können, die nun aus der Presse erfahren, dass der Betrieb jedenfalls nach Ansicht des Ex-Regierungs-präsidenten wohl kaum noch eine Zukunft an diesem Standort habe. Mit Interesse wird dies die Konkurrenz des Phantasialandes gelesen haben, mutmaßt Pitz.

 Auch die Stadt Brühl, die bislang das für ihre Wirtschaft überaus wichtige Unternehmen beherbergt und seit Jahren erfolgreich den Tourismus als Wirtschaftsfaktor ausbaut, wird sich mit dem Verlust des Phantasialandes nicht abfinden, sagt Pitz und fordert ein deutliches Wort von Bürgermeister Kreuzberg unabhängig von dessen gleicher Parteizugehörigkeit.

 Bei allen Bedenken gegen eine Inanspruchnahme des Waldes muss, so die FDP Brühl, berücksichtigt werden, dass der Freizeitpark zu seinem Erhalt ständig neue Attraktionen anbieten müsse und letztlich aufgrund seines unvorhergesehen, über Jahrzehnte währenden Erfolges in Raumnot gekommen sei. Dies haben, so Pitz, schon die früheren SPD Ministerpräsidenten erkannt und dem Betrieb und der Stadt Hilfe versprochen. Ausgerechnet ein , zumindest ehemals maßgeblicher CDU Politiker läßt das Phantasialand nun im Stich.