Fraktions-Mitteilung

Mitteilung der FDP-Fraktion vom 04.05.2010

Bebauungsplan Liblarerstraße / Heinestraße:
   FDP fordert anderes Konzept!

Dem Planungsausschuss empfiehlt der Bürgermeister für seine nächste Sitzung am 4.5.2010 die Verabschiedung eines Aufstellungsbeschlusses für das Baugebiet Liblarerstraße / Heinestraße, dem bislang noch unbebauten Gelände des ehemaligen Kreiskinderheims. Geplant sind entlang der Straßen 5 dreigeschossige Mehrfamilienhäuser , 9 Doppelhaushälften und 6 Einfamilienhäuser.

Die Brühler FDP Fraktion weist im Rahmen ihrer Beratung darauf hin, dass es sich um eine der letzten größeren Freiflächen in unmittelbarer Nähe zur Brühler Innenstadt handelt. Daher müsse der Rat der Stadt Brühl sorgfältig – unabhängig von Investorenplänen - abwägen, mit welcher Art der Bebauung größtmöglicher Nutzen für die Stadt erzielt werde. Die FDP ist sich mit dem Bürgermeister einig, dass mit einer zentrumsnahen Wohnbebauung die städtische Struktur gestärkt wird und Büroraum – diese hatte das Brühler Arbeitsamt einmal vorgesehen – im Brühler Osten angesiedelt werden sollte.

 „Allerdings bevorzugt die FDP an dieser Stelle eine hochwertige, durchgehend mehrgeschossige Bauweise anstelle flächenintensiver Einfamilienhäuser“ führt FDP Fraktionsvorsitzender Jochem Pitz aus; „ Eine verdichtete Bebauung nahe der Innenstadt mit vielen, möglichst barrierefreien Wohneinheiten, die für jedes Alter geeignet sind, entspricht einem großen Marktbedürfnis. Die demografische Entwicklung zeigt überdeutlich, dass stadtnahe Wohnungen von älteren, aber immer noch vitalen Bürgerinnen und Bürgern zunehmend gewünscht werden.

 Auch die Infrastruktur des Zentrums kann so von möglichst vielen neuen Bewohnern genutzt werden, so dass zusätzlicher PKW – Verkehr vermieden wird. Für junge Familien stehen im Brühler Süden bald wieder genügend Flächen zur Verfügung, um sich den Traum von einem Einfamilienhaus zu verwirklichen“.

 Thea Brämer, städtebauliche Sprecherin der FDP Fraktion, fügt hinzu, daher fordere die FDP eine geschlossene und moderne Wohnanlage mit einem hochwertigen Gesamtkonzept, mit dem die Innenstadt zusätzlich belebt werden könne.

 Die FDP hofft, dass sich der potenzielle Investor diesen Vorschlägen anschliessen kann, so dass eine baldige Bebauung möglich sei. Allerdings schätzt die FDP das Gelände als derart attraktiv ein, dass auch andere Investoren für ein solches Konzept gefunden werden können, so dass die Interessen der Verkäuferin gewahrt wären.