Fraktions-Mitteilung

Pressemitteilung der FDP-Fraktion vom 26.8. 2009

Brühler FDP kritisiert Verein Bovivo e.V.

 

 

Anwohner protestieren gegen den Lärm, der von der neuen See- Attraktion des Brühler Phantasialands ausgeht. Unterstützt werden sie durch den Verein Bovivo eV, der bei seiner jüngsten Plakat-Aktion die Brühler FDP, die sich für die Erweiterungspläne des Freizeitparks einsetzt, heftig attackiert hat.

"Der Verein wirft die alle Probleme rund um das Phantasialand unzulässig in einen Topf" kritisiert FDP Bürgermeisterkandidat Jochem Pitz: "Die FDP setzt sich dafür ein, dass der Standort und damit die Arbeitsplätze des Freizeitparks gesichert werden, indem sich der Betrieb erweitern darf. Der Park hat derzeit schlichtweg keinen Platz mehr zum Bau neuer Attraktionen, die aber für das Familienunternehmen so wichtig sind, um die Besucher zu einem wiederholten Besuch anzulocken. Zudem belegt der Tourismusboom in Brühl, wie zukunftsträchtig der Ausbau des Parks zu einem Kurzurlaubsziel ist.Gerade weil das Phantasialand aber mehr als 8 Jahre und weiter vergeblich auf eine Entscheidung wartet, war man gezwungen, den lärmsensiblen Seebereich für die Besucher wieder zu nutzen. Da der Bau in der Bestandsfläche erfolgt ist, hatte hier allein die Verwaltung und nicht die Politik über die Baugenehmigung zu entscheiden."

Nun werde das von den Anwohnern angerufene Verwaltungsgericht beurteilen, ob die gesetzlichen Grenzwerte, die das Phantasialand, so Pitz, natürlich einzuhalten habe, beachtet werden. Der FDP gehe es aber darum, dass die Erweiterung gerade von der Wohnbebauung weg in den rekultivierten Wald jenseits der B 51 erfolge, um die alten Konflikte zwischen dem Park und seinen Anwohnern langfristig zu entschärfen. So bräuchten die neuen Fahrbetriebe nicht mehr in Wohnbaunähe angesiedelt werden.

"Bei einer verantwortungsvollen Abwägung aller berechtigten Interessen, zu denen natürlich auch der Naturschutz und der Klimawandel gehören, sind sich bislang die FDP zusammen mit der CDU und der SPD in Brühl einig, dass die Inanspruchnahme des rekultivierten Waldes verantwortbar ist, zumal dem Phantasialand umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen auferlegt werden. Wenn der Verein Bovivo e.V. jedoch nicht nur den Anwohnerprotest unterstützt, sondern gleichzeitig die Inanspruchnahme des Waldes ablehnt, steuert er geradeaus in eine Sackgasse", kritisiert Pitz. Bekomme der Betrieb keine Flächen, die für die nächsten Jahrzehnte ausreichen würden, seien die bestehenden 1200 Arbeitsplätze und das für Brühl so wichtige Unternehmen hochgradig gefährdet. Pitz: "Will man dies aus guten Gründen nicht riskieren, wird das Phantasialand dann statt im Westen - und dies wird ja in den Gutachten zur Erweiterung ernsthaft diskutiert - neue Flächen in Richtung Osten bzw. Badorf fordern mit dem Ergebnis, dass die Anwohner um so mehr von der Erweiterung betroffen sein könnten."

Für dieses Dilemma finde auch der Verein Bovivo e.V. keine Lösung, stellt die Brühler FDP fest und schlägt vor, statt die FDP, die im Wahlkampf ihren Standpunkt allein offen vertritt, zu kritisieren, solle der Verein an für alle tragfähigen Lösungen mitarbeiten.