Mitteilung
der FDP-Fraktion vom 12. Februar 2008
bVb ist
beim Phantasialand unehrlich!
Die
jüngste Stimmungsmache der bVb Fraktion gegen den Betreiber
des Phantasialandes in der Sitzung des Hauptausschuss vom 11.2. 2008
kann nach Auffassung der FDP Fraktion nicht unwidersprochen werden.
Die
bVb Fraktion hat, nachdem ihr wie allen anderen Fraktionen auch seit
2005 sämtliche Planungsunterlagen des Freizeitparks vorliegen, noch
2007 im Brühler Rat für die Erweiterungspläne des Phantasialandes
jenseits der B 51 gestimmt. Nunmehr hat die bVb –Fraktion diesen Konsens
aufgekündigt und behauptet, der Park informiere unzureichend. „Entweder
räumt die bVb Fraktion ein, sie habe in den letzten Jahren ihre
Hausaufgaben nicht gemacht oder sie, und dies ist offensichtlich,
springt populistisch als Trittbrettfahrer auf den Zug der Bürgerproteste,
kritisiert FDP Fraktionsvorsitzender Pitz.
Unehrlich
sei auch die Beruhigungspille der bVb, sie trete selbstverständlich
für den weiteren Erhalt des Freizeitparks ein, denn Alternativen zu
den jetzigen Plänen gäbe es genug. „Da die bVb-Fraktion seit
1999 in alle Planungsvorbereitungen eingebunden war, argumentiert sie wider
besseren Wissens und spiegelt vor, es allen Interessen recht
machen zu können. Dies wird plakativ deutlich wenn sie jeglicher Erweiterung
des Phantasialandes Richtung Osten, also Richtung Badorf ausschließt.
Dies kann nicht gelingen !“ ist die FDP-Fraktion überzeugt.
Neue
Fahrattraktionen, aber insbesondere auch der Ausbau des Parks für
Kurzurlauber, erfordern weiträumige Flächen von 30 ha. Die Vorschläge
der bVb, die Hauptverwaltung, die Werksfeuerwehr oder die Werkstatt
auszulagern, stellen sprichwörtlich den Tropfen auf den heißen
Stein dar. Es handelt sich allenfalls um mehrere 1000 Quadratmeter.
Wenn die bVb zusätzlich die Erweiterung jenseits der Autobahn
fordert, geschieht dies ohne jedwede Sachkenntnis. Zum einen muss der Park
die gesetzlich vorgeschriebene Freifläche von 40 m entlang der Autobahn
beachten, zum anderen stehen dort überhaupt nur wenige 1000
Quadratmeter Wald zu Disposition. Dieser Wald liegt aber zur Wohnbebauung
in Walberberg näher als alle Flächen, die in Richtung Badorf
in Betracht kommen.
Um dem
Freizeitpark eine Perspektive zu bieten, ohne die Waldflächen
jenseits der B51 in Anspruch zu nehmen, verbliebe nur das Naturschutzgebiet.
Die rechtlichen und tatsächlichen Hürden, das Naturschutzgebiet
wieder in Sondergebiet umzuwandeln, sind, so Pitz, quasi unüberwindbar.
Tatsächlich könnte das Phantasialand nur in Richtung Osten bzw.
Badorf Erweiterungsflächen generieren, jedoch hat gerade die
bVb allen Badorfern fest und kompromisslos versprochen, eine solche Erweiterung
käme für sie nicht in Betracht. Ihren Slogan „ Der Mensch kommt
vor der Natur“ verwässert die bVb schon vorsorglich, zitiert sie doch
Ratsfrau Baule selbst mit dem tiefgründigen Hinweis: „Der Mensch ist
Teil der Natur“.
Pitz
stellt dagegen fest: Niemand in der Brühler Politik will grundlos
Erholungsflächen für den Freizeitbetrieb opfern, wenn es Alternativen
gäbe. Die Alternative wäre, das Phantasialand in seinen
bisherigen Grenzen zu belassen und wissentlich in Kauf zu nehmen, dass
der florierende und für Brühl bedeutende Wirtschaftsbetrieb keine
Zukunftsperspektive hat.
Die
FDP-Fraktion widerspricht auch noch anderen Argumenten, die im Zuge der
Diskussion aufgekommen sind. Wenn die SPD-Kreistagsfraktion von zukünftigen
„zweifelhaften“ bzw. „qualitätslosen“ Arbeitsplätzen spricht,
ist dies, so Pitz, sachlich falsch. Es fehlen gerade Arbeitsplätze
für Ungelernte. Solche Arbeitsplätze kann das Phantasialand,
wie bislang, zu auskömmlichen Löhnen und nun auch ganzjährig
bieten.
Kritikern, die einen Freizeitpark ohnehin für niveaulos und kulturlos
halten, rät die FDP Fraktion, sich nicht über jährlich 2
Millionen Besucher zu stellen. Brühl hat gerade in den vergangenen
Jahren ganz erheblich von der Freizeit- und Tourismusindustrieindustrie
profitiert, weil es mit dem Phantasialand , den Welt Kulturstätten
und mit dem Max Ernst Museum ein großes Angebot besitzt und damit
bundesweite Bekanntheit erworben hat.
Auch
die bVb sollte sich, so die FDP Fraktion, vor Augen führen,
dass keine Heuschrecke und kein Windei auf 30 Hektar investieren will,
sondern ein seit 40 Jahren in Brühl erfolgreich tätiges Familienunternehmen,
auf dessen Erfolgsbilanz auch die Stadt stolz sein kann.
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