Fraktions-Mitteilung

Pressemitteilung der FDP-Fraktion vom 04.09.2007

Keine Einheitsschule in Brühl 

SPD will gegliedertes Schulsystem zerschlagen

 
Der Brühler FDP-Vorsitzender Jochem Pitz spricht sich vehement gegen die von der SPD geplante Abschaffung des gegliederten Schulsystems aus. Nach dem Bochumer Landesparteitag der SPD wird deutlich, dass das von den Sozialdemokraten mit großer Mehrheit beschlossene Schulmodell eine flächendeckende Zerschlagung der bestehenden Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien vorsieht. Auch Ersatzschulen in privater Trägerschaft sollen nach dem SPD-Modell gleich mit von der Bildfläche verschwinden. In Brühl wären, so Pitz, unmittelbar die beiden Erzbischöflichen Schulen, die Elisabeth von Thüringen Realschule und das St. Ursula Gymnasium betroffen. 

Es sei jedoch ein Irrglaube, dass alles besser würde, wenn die Kinder nur alle in eine gemeinsame Klasse gingen. "Mit den alten ideologischen Ansätzen aus der Mottenkiste wird keine einzige Unterrichtsstunde mehr erteilt und auch keine Unterrichtsstunde besser", betont Pitz. Außerdem würden mit dem Totalumbau des Schulsystems kaum abzuschätzende Kosten für den kommunalen Schulträger einhergehen. 

"Uns geht es nicht darum, Schulformen abzuschaffen, sondern die Schulen im vorhandenen System zu stärken", erklärt FDP-Ratsmitglied Thea Brämer. Der Schlüssel zum Erfolg für mehr Chancengleichheit und bessere Bildung seien die individuelle Förderung, mehr Eigenverantwortung, mehr Wettbewerb und Leistungsorientierung sowie die Einhaltung von klar definierten Qualitätsstandards.
Insbesondere muss, so die Brühler FDP, weiter an der Durchlässigkeit der Schulformen gearbeitet werden. Mit der pflichtigen Ganztages – Hauptschule, die in Brühl  auch auf Initiative der Brühler FDP-Fraktion für über 4 Mill. € ausgebaut wird, wird auch diese Schulform zukunftsweisend gestärkt.

Sichtbar würde dies bereits durch die von FDP und CDU seit Regierungsübernahme mehr als 3700 zusätzlich geschaffenen Lehrerstellen. "Dadurch konnte der unter SPD und Grünen entstandene Unterrichtsausfall bereits nahezu halbiert werden." 

Jochem Pitz betont, dass es mit der FDP keine Einheitsschule in Brühl geben werde. Die FDP mache sich dafür stark, dass in der Stadt auch künftig ein differenziertes Bildungsangebot vorhanden sei. „Mit den beiden Gymnasien dem Wirtschaftsgymnasium, der Gesamtschule, den zwei Realschulen und der Clemens-August-Hauptschule bietet Brühl eine intakte schulische Infrastruktur, die weit über die Stadtgrenzen hinaus als vorbildlich anerkannt wird. Hierzu trägt auch das Erzbistum bei, das mit seinen beiden Brühler Schulen mit dazu beiträgt, dass Brühl zum Bildungszentrum der Region geworden ist.  Das Geschaffene wird mit der FDP bleiben und nicht durch die SPD zerschlagen werden“, so Pitz.